
Publikation
cast&cut Stipendiaten 2003-2007
Dokumentation zum Kurzfilmstipendium der Stiftung Kulturregion Hannover und der nordmedia Fonds GmbH
60 Seiten, Hardcover, 14x13 cm, 9 Filme auf zwei DVDs, Schutzgebühr 5 €
Stipendiaten der Vorjahre
Rita Bakacs
Rita Bakacs wurde 1976 in Ungarn geboren. Sie besuchte die Filmschule Hamburg-Berlin und gewann mehrere Preise mit ihren Filmen auf Kurzfilmfestivals. Die Literaturwissenschaftlerin lebt und arbeitet in Berlin als Redakteurin, Film-Autorin und Filmemacherin. In der Region Hannover und an anderen Orten in Niedersachsen hat sie einen Dokumentarfilm über neuartige Bestattungsriten gedreht. Der Dokumentarfilm befindet sich dezeit in der Postproduktion.
Carolina Hellsgård
Carolina Hellsgård wurde 1977 in Schweden geboren. Sie studierte Filmtheorie und Filmgeschichte in Stockholm und Gestaltung/Mediengestaltung in Berlin. Carolina Hellsgård erhielt einige Auszeichnungen und Stipendien, u.a. ein DAAD-Jahresstipendium in Kalifornien. Ihre Kurzfilme gewannen Preise bei Kurzfilmfestivals im In- und Ausland. Ihr Kurzfilm-Projekt »Pferd« handelt über einen Jungen, der als Drogenkurier arbeitet und in die Verwicklungen der ersten Liebe gerät. Der Kurzfilm befindet sich derzeit in der Postproduktion.
Rosa Hannah Ziegler
Rosa Hannah Ziegler, geb. 1982 in Hamburg, studierte Regie für Film und Fernsehen an der Kunsthochschule Köln. Ein Regiepraktikum absolvierte sie u.a. bei Andreas Dresen. 2007 gewann sie mit ihrem Dokumentarfilm »Cigaretta mon Amour« den Deutschen Kurzfilmpreis in Gold. In Hannover drehte sie den Film »Escape«.
Die Mädchen Jamie und Leo reißen aus dem Heim aus. Zu Fuß irren die Jugendlichen durch die Natur und versuchen, ihre Beziehung zueinander zu definieren. Als sie an einer Tankstelle von einem Mann angesprochen werden, eskaliert die Situation.
Sophie Narr
Die Berlinerin Sophie Narr absolvierte eine Ausbildung zur Film & Video Editorin und studierte an den Filmhochschulen Sydney und Berlin. Sie gewann u.a. den Hans W. Geißendörfer Preis. 2009 war sie Stipendiatin der Jungen Akademie der Künste zu Berlin. In Hannover entstand ihr Film »Mit Ohne Dich«.
Natalie und ihr kleiner Bruder Ben werden von ihrer Mutter getrennt. Nun müssen sie sich in ihrem neuen Alltag in einer Notunterkunft für Kinder zurechtfinden. Auf sich allein gestellt und ohne Kontakt zur kranken Mutter wird Natalie die Verantwortung für ihren Bruder zu groß, sie sucht nach einem Ausweg.
Martin Behnke aus Berlin studierte Theaterwissenschaft und Anglistik an der Universität Leipzig und Film und Medien in Ludwigsburg. Im Rahmen seines Studiums drehte er mehrere Kurz- und Dokumentarfilme und schrieb Drehbücher. In Hannover drehte Martin Behnke den Kurzfilm »Stille Nacht«.
Erst hat der Taxifahrer Angst und dann wird er zornig. Der Junge, den er durch die Nacht fährt, scheint einer von den jugendlichen Kriminellen zu sein, vor denen ihn die Kollegen gewarnt haben. Er sinnt auf Rache und nimmt die Verurteilung und Bestrafung des Jungen selbst in die Hand.
Astrid Rieger wurde in Rumänien geboren und kam 1990 nach Deutschland. Sie studierte in Offenbach, lebt und arbeitet als Filmemacherin und Freiberuflerin im Bereich Medien in Berlin. Für ihre Kurzfilme und Musikvideos ist sie vielfach ausgezeichnet worden. In Hannover drehte Astrid Rieger den Film »Hetschenpetsch«.
Robert lebt in Bettys Wohnung, Betty in der Realität. Während Betty täglich ihrer Arbeit nachgeht, häuft Robert Nahrungsmittel an, wie ein Tier, das sich auf den Winter vorbereitet. Betty will Robert zu einer sinnvollen Tätigkeit verhelfen und bittet ihren Chef um eine Stelle für ihn. Doch Robert verflüchtigt sich.
Der in Hong Kong gebürtige Bin Chuen Choi studierte Bildende Kunst und Film in Berlin. Mit seinen Filmen nahm Bin Chuen Choi an internationalen Festivals teil und erhielt u. a. den Deutschen Kurzfilmpreis in Gold (2002). In Hannover drehte er den Film »Kung Bao Huhn«.
Filminhalt: Der junge Koch Zhang Wei hat gerade mit seiner Arbeit in einem deutschen China-Restaurant angefangen. Er stellt schnell fest, dass die chinesischen Rezepte für den deutschen Gaumen verfremdet werden. Sein Chef besteht allerdings darauf, streng nach Karte zu kochen. Daran kann sich Zhang Wei einfach nicht gewöhnen ...
Eicke Bettinga stammt aus Aurich, er studierte nach dem Abitur Filmregie an der National Film & Television School in Großbritannien und gewann mit seinen Kurzfilmen einige Preise auf internationalen Filmfestivals. Der Kurzfilm, den Bettinga in Hannover drehte, trägt den Titel »Together«.
Filminhalt: Rob, ein junger Engländer, kehrt ein Jahr nach dem Tod seines Bruders nach Hause zurück. Das Verhältnis zwischen Rob und seinem Vater ist angespannt. Der Vater beschuldigt ihn, das Geschehene zu schnell vergessen zu wollen. Rob entschließt sich, das Schweigen mit aller Gewalt zu durchbrechen.
Von Januar bis Juni 2007 war Tim Garde zu Gast in der Villa Minimo. Er studierte Schauspiel in Hannover, lebt in Berlin und ist freiberuflich als Regisseur und Dozent tätig. Während seiner Stipendienzeit drehte er den Kurzspielfilm »Feuerpause«:
Filminhalt: Nach fast 40 Jahren im Dauereinsatz ist der Kriegsfotograf Hark Kallert krankheitsbedingt zu einer Auszeit in Deutschland gezwungen. Sein ehemaliger Jugendfreund und behandelnder Arzt beherbergt ihn in einem Ferienhaus am Steinhuder Meer. Kallert, bisher völlig bindungslos nur für seine Arbeit lebend, sieht sich dort mit der Großfamilie des Arztes und der Entscheidung über seine eigene Zukunft konfrontiert …
Damian Schipporeit realisiert als Regisseur und Avid Cutter Film- und Multimediaproduktionen. Seit dem Stipendium lebt der vormalige Hamburger in Hannover. Im Rahmen seines Stipendiums verwirklichte er zwischen Juli und Dezember 2007 den Kurzspielfilm »Hannah«.
Filminhalt: Hannah geht es wirklich gut. Ihr fehlt es in ihrer luxuriösen Penthouse-Wohnung an nichts. Ihr Leben glänzt. Doch ausgerechnet an ihrem 35. Geburtstag hat Hannah einen fürchterlichen Albtraum.
Von Januar bis Juni 2006 war Dirk Peuker aus Berlin zu Gast in der Villa Minimo. Er studierte in Berlin, Wien und Weimar. 2008 erhielt er die Graduiertenförderung des Freistaates Thüringen. Während der Stipendienzeit drehte er den Film »Schiefer Horizont«.
Filminhalt: Ein junger Mann entfernt sich von der Zivilisation. Ein alter Mann schließt sich ihm an. Der junge Mann fühlt sich für den Alten verantwortlich und trägt ihn mit sich auf dem Rücken. Gemeinsam durchleben sie eine Art symbolisches Exerzitium. Eine Reise ohne Ziel. Eine Geometrie aus Feldern, Wäldern und Wüsten.
Der Filmautor, Kameramann und Fotograf Alexander Schlichter war erst kurz vor seiner Stipendiatenzeit von Berlin nach Döteberg bei Hannover gezogen. Im Rahmen seines Stipendiums drehte er den 30-minütigen Dokumentarfilm »Strandbeesten« über den niederländischen Künstler Theo Jansen.
Filminhalt: Theo Jansen ist der Schöpfer künstlicher Wesen. Seine Strandbeesten sind riesige aus Plastikrohren gebaute Laufmaschinen. Sein Traum sind eigenständige Wesen, die am Strand leben und sich fortpflanzen können. Die Methode zur Erschaffung seiner Wesen hat Jansen sich in der Natur abgeschaut, er nennt sie »Künstlerische Evolution«. Auf Ausstellungen und Vorträgen fasziniert er weltweit die Menschen mit seinen Laufmaschinen. Alexander Schlichter begleitete den Künstler über mehrere Monate in den Niederlanden und zu einer Ausstellung nach London.
Lale Nalpantoglu und Jens Schillmöller aus Köln arbeiten seit 2001 unter dem Namen »le:forel enterprises« als Filmemacherteam. Sie drehten während ihrer Stipendienzeit die beiden Filme: »Vergiss sie« und »Die Liebe zu den Dingen«.
»Vergiss sie«: Uwe Holz, ein gemütlicher und liebenswürdiger Tanzlehrer, wird 40. Das wäre erfreulich, hätte ihn nicht vor kurzem seine Frau verlassen. Doch das will Uwe partout nicht wahrhaben. Nur seine Frisörin erfährt durch Zufall die ganze Wahrheit ...
»Die Liebe zu den Dingen«: Tom liebt das Essen, Lola ihren Pudel Bobby und Franz liebt die Düfte. Doch manchmal liebt man einfach zu sehr.
Die Mediendesignerin Yvonne Brandl betreut Ausstellungen von Kunstvereinen und Kunsthallen und beteiligt sich dort auch mit eigenen Arbeiten. Sie arbeitet als freie Filmemacherin und Autorin, vorwiegend in Berlin. In Hannover realisierte sie ihren Film »November Sonne«.
Filminhalt: Vorstadt, Neubausiedlung. Leo baut einen Holzstorch ab, Laura macht in der Küche das Fläschchen warm. Leo schraubt ein Namensschild ab, Laura beobachtet auf dem Spielplatz das bunte Treiben. Leo mäht den Rasen, Laura reißt einen jungen Baum aus der Erde. Laura und Leo, zwei Menschen, die mit dem überraschenden Tod ihres ersten Kindes zurechtkommen müssen. Auf eigenen Pfaden findet jeder für sich einen Weg.
Von Januar bis Juni 2004 war der australische Filmemacher Ben Chessell zu Gast in der Villa Minimo. Er ist Regisseur von zahlreichen Kurzfilmen und TV-Movies, arbeitet aber auch als Drehbuchschreiber, Musiker und Komponist. Mit seinem Münchener Filmteam drehte er den Kurzfilm »A Familiar Lullaby«.
Filminhalt: Das australische Ehepaar Lally und Ben liegt nach einem Autounfall im Sterben. Lally kann den Tod überzeugen, sie für die Zeit, die ihr noch bleibt, in ihr Leben zurückreisen zu lassen. Sie will herausfinden, was in ihrer Beziehung zu Ben schief gegangen ist, um es zu reparieren. Ihr gemeinsames Leben läuft noch einmal im Schnelldurchlauf ab. Und wieder geschehen die gleichen Dinge, gibt es die gleichen Probleme. Doch zusammen stellen sie fest, dass gute wie schlechte Momente das Leben ausmachen. Lally hat ihre Frieden gefunden, als sie Hand in Hand mit Ben stirbt.
Die Arbeiten von Klaus W. Eisenlohr werden international in Ausstellungen, Screenings und Festivals gezeigt. Er lebt als Bildender Künstler und Filmemacher in Berlin. Sein Kurzfilm »Stadtrandzone Mitte« entstand als Essay über Stadträume unmittelbar auf der Folie, der in Hannover vorgefundenen Plätze und Stadtbilder.
Filminhalt: »Was ist öffentlicher Raum heute?« Diese Frage stellte Klaus W. Eisenlohr an den Beginn seiner Recherche über Hannover. Sein Film nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise durch öffentliche Plätze im größeren Stadtgebiet der Landeshauptstadt. Mit filmischen Mitteln entstehen Porträts von Orten unterschiedlicher urbaner Qualität. Künstlerische Handlungen, die Reaktionen herausfordern, Inszenierungen von Alltagsbegebenheiten mit Jugendlichen und Begegnungen mit Stadtplanern sind im Film den Stadtbildern gegenübergestellt. Sie fügen sich zusammen zu einem filmischen Essay über alltägliche Orte einer exemplarischen Stadt der europäischen Moderne.
Im Januar 2003 bezog der Frankfurter Philipp Batereau als erster Stipendiat die Villa Minimo. Der Autodidakt im Filmbereich arbeitet heute als Videodesigner am schauspielfrankfurt. Sein Kurzfilm »ICH« wurde im Mai 2003 an verschiedenen Plätzen in Hannover und Umgebung gedreht.
Filminhalt: Einen Tag lang schaut Felix fassungslos zu, wie ein Doppelgänger sein Leben führt. Als er beschließt, ihn zu stellen, kommt es zu einer Verfolgungsjagd, die einen unerwarteten Ausgang nimmt.
Grzegorz Muskala studierte Theater, Film und Regie in Köln, Lodz/Polen und Berlin. Im November 2003 drehte er am Steinhuder Meer seinen Kurzfilm »Heimfahrt«.
»Heimfahrt «erzählt die Geschichte eines Vater-Sohn-Konfliktes, der auf unterschiedlichem Umgang mit gemeinsamen Erinnerungen an die Mutter beruht. Um den Verkauf von Ferienhaus und Segelboot zu regeln, fahren Vater und Sohn für einen Tag an den See. Aber der Ort, die Erinnerungen an gemeinsame Familienurlaube und das Auftauchen eines fremden Mädchens lassen alte Wunden wieder aufbrechen.
















