Stipendiaten 2017

Die »cast&cut«-Stipendiaten sind jeweils für ein halbes Jahr in Hannover. Sie leben und arbeiten in der kreativen Atmosphäre der Stipendiatenstätte »Villa Minimo«. Ein halbes Jahr klingt lang, doch wer schon mal einen Film gedreht hat, weiß, wie zeitintensiv ein solches Projekt ist. Die Stipendiengeber stehen den jungen Regisseuren während ihrer Zeit in Hannover in Rat und Tat zur Seite.

Michael Binz

Michael Binz, Jahrgang 1987, war als Bäckereifachverkäufer im elterlichen Betrieb und freiberuflicher Comiczeichner tätig, bevor er ab 2008 an der Kunsthochschule für Medien Köln Spiel- und Dokumentarfilm studierte. Seit 2014 arbeitet er freiberuflich als Regisseur und Autor in Köln. Sein Kurzfilm »Herman the German« (2015) erhielt zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Next Generation Award und den Publikumspreis Kurzfilm beim Max Ophüls Festival 2015. Der Film bekam außerdem das Prädikat »Besonders wertvoll« der FBW.

Von Januar bis Juni 2017 wird Michael Binz in der Stipendiatenstätte Villa Minimo in Hannover-List leben und hier an einem Kurzspielfilm mit dem Arbeitstitel »Wait for me« arbeiten. Der Inhalt: Malte wartet aus Profession. Er reiht sich in Staus ein und sitzt in Wartezimmern, ohne ein Ziel zu haben. Doch dann begegnet er Jessika. Auch sie wartet aus Leidenschaft.

Filmografie (Auswahl):

  • »Herman the German«, Kurzfilm, 15 min, D 2015 (Buch und Regie)
    • Max Ophüls Preis 2015 (Publikumspreis Kurzfilm)
    • FWB Prädikat »Besonders wertvoll«
    • Next Generation Short Tiger 2015
    • First Steps Award 2015 (Nominierung)
    • Studio Hamburg Nachwuchspreis (Nominierung)
  • »Aus den Augen, aus dem Sinn«, Kurzfilm, 6 min., D 2014 (Buch, Regie und Produktion)
  • »Der Storyteller«, Social Spot, 1 min, D 2013 (Idee und Buch | gemeinsam mit Milan Ruben Kappen)
    • Young Director Award 2014 (2. Platz)
    • Spotlight Students Award 2014 (Gold)
    • kurzundschön Award 2013 (1. Platz Werbung)
    • Next Generation Short Tiger 2014

Hannah Dörr

Hannah Dörr, Jahrgang 1990, ist in der zweiten Jahreshälfte in Hannover zu Gast. Sie absolvierte eine Ausbildung als Videotechnikerin an der Volksbühne Berlin und studierte ab 2010 Experimentelle Videokunst an der Universität der Künste Berlin und Film an der Kunsthochschule für Medien Köln. Als Videokünstlerin wirkte Hannah Dörr bei Theaterproduktionen mit, u.a. am Schauspiel Frankfurt, dem Maxim-Gorki-Theater Berlin und dem Staatsschauspiel Dresden, und leitete die Film-/Video-Abteilung der »studiobühneköln«. 2016 erhielt sie den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen im Bereich Film und übernahm die Firma »ÖFilm Produktion«.

Während ihrer Stipendienzeit von Juli bis Dezember 2017 in Hannover möchte Hannah Dörr an dem Kurzspielfilm »Der goldene Mensch« (AT) arbeiten, der sich explizit mit Ästhetiken des Theaters beschäftigt. Der Inhalt: Der reichste Mann der Welt hat sich in Diskredit gebracht. Um sein Firmenimperium vor der anstehenden Insolvenz zu retten, rät ihm der Aufsichtsrat zum Selbstmord.

Filmografie (Auswahl):

  • »Warten auf Dulcinea«, Kurzfilm, 23 min, 2016
  • »Tote Seelen«, Videoarbeit für das Schauspiel Stuttgart, 2016
  • »Erinnerungen«, Kurzfilm, 9 min, 2015
    • KurzundSchön 2015 (Nominierung für den besten Spielfilm)
    • Ausstrahlung im WDR 11/2015
  • »Die Puppe lebt«, Kurzfilm, 10 min, 2015
  • »AIDA«, Videoarbeit für die Deutsche Oper Berlin, 2015
  • »Kontraste«, Videoarbeit für die Volksbühne Berlin, 2015