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StiftungsLetter
Stiftungsletter 3/2017

Liebe Abonnentinnen und Abonnenten,
liebe Freunde, Förderpartner und Interessierte,

da das Wetter als Gesprächsträger inzwischen wirklich überstrapaziert ist (das arme!) und auch der kommende Herbst nicht glücklich macht (bis auf diejenigen, die sich à la minute neue hippe Gummistiefel gekauft haben), und da wir an dieser Stelle sicherlich nicht auf die Wahlen eingehen möchten, und ganz bestimmt nicht anfangen, Witze zu erzählen, bleiben noch die vielen Straßenbaustellen als Gesprächsthema. Ziemlich lästig, oder?

Da dies nun hinreichend besprochen ist, sollten wir uns Gedanken darüber machen, wie wir uns kurzfristig vervielfältigen könnten, um an allen Kulturveranstaltungen und Festivals und Jubiläen in diesem Herbst teilnehmen zu können. Da das Klonen eine eher langfristige Prozedur ist, braucht es eine andere Lösung. Vielleicht ein guter 3-D-Druck? Immerhin wurde zu medizinischen Zwecken bereits menschliche Haut in diesem Verfahren hergestellt.

Das wäre was: Ab in die Druckmaschine und eine Stunde später stehen wir unserem Ebenbild gegenüber. Ein kurzes Briefing, nochmal die Krawatte oder den Rock zurecht zuppeln, und dann schicken wir unser Alter Ego zum Konzert und wir selbst gehen ins Theater. Um Mitternacht treffen und synchronisieren wir uns zuhause wieder, plaudern noch ein bisschen über dies und das (mit uns selbst können wir doch recht eloquent parlieren), und dann wird das Alter Ego in den Wandschrank zum Staubsauger gestellt, wo es seinen Akku wieder auflädt oder total bio Kartoffelschalen knuspert und schon mal über die Arbeitsteilung am nächsten Tag nachdenkt.

Bisschen gruselig der Gedanke, oder? Erinnert ein wenig an Frankenstein und Konsorten. Na ja, vielleicht besser nicht. Manchmal ist es ja fürs eigene Wohlbefinden eine Erleichterung, etwas beherzt absagen zu können.

Wir wünschen Ihnen eine schöne Herbstzeit, in der sie möglichst selten das Gefühl erleben, sich teilen zu müssen!

Anja Römisch
Geschäftsführerin

Friederike Kohn
Projektreferentin

Neues aus den Förderprojekten der Stiftung Kulturregion Hannover
Die Silhouette einer schwarzen Stadtlandschaft vor grauem Himmel | Motiv aus dem Animationsfilm "Brace" von Anja Großwig © Anja Großwig

Motiv aus dem Animationsfilm "Brace" von Anja Großwig © Anja Großwig

Abgedreht: Ende September feiern wir die Preview der neu entstandenen »cast&cut«-Kurzfilme mit geladenen Gästen aus dem Kultur- und Filmbetrieb. Die Animationsfilmerin Anja Großwig präsentiert ihren 7-minütigen Film »Brace«, der mit schwarzer und weißer Abtönfarbe auf einer Holzplatte entstanden ist. Kai Gero Lenke zeigt den Kurzspielfilm »Was von draußen kommt« über den stillen Konflikt zweier Brüder. Der Film hat bereits das Prädikat »Besonders wertvoll« der Deutschen Film- und Medienbewertung Wiesbaden erhalten. Im Kino im Künstlerhaus wird für die Preview wieder der rote Teppich ausgerollt. Mehr Infos über die Stipendiaten: www.stiftung-kulturregion.de

Vervielfältigt: Pünktlich wird es nach fünf Jahren Wartezeit wieder eine neue »cast&cut«-Dokumentation geben, die die nordmedia zusammengestellt hat. Das Büchlein versammelt Informationen über die StipendiatInnen 2012-2017 und ihre Kurzfilme. Die FilmemacherInnen kommen selbst zu Wort. Interessierte können die Dokumentation kostenfrei bei uns vorbestellen, senden Sie dazu bitte eine Mail an info@stiftung-kulturregion.de

Wait-Watcher: Inspiriert von Samuel Becketts »Warten auf Godot«, erforschen der Choreograf Felix Landerer und seine Company in seiner neuen Tanzproduktion »Lucky« unser Sein in der Zeit: die Anstrengung, ihr Vergehen zu ertragen, das Warten, das in unserer Gesellschaft als unproduktiver, unerträglicher Zustand empfunden wird und dem wir manisch zu entkommen suchen. Erstmals ist Landerer&Company im Schauspiel Hannover zu sehen. Ab 28. September. Mehr Infos: www.felixlanderer.de/lucky.html

Viel Gemunkel im Dunklen: Ein Hör- und Konzerterlebnis mit dem Orchester im Treppenhaus an einem besonderen Ort ist der »Dark Room«, bei dem die Besucher mit Schlafmasken ausgestattet werden. Politisch wird es diesmal, wenn es im Plenarsaal des Niedersächsischen Landtags um den Freiheitskampf geht. Ab 17. November 2017. Mehr Infos und Reservierungen in Kürze: www.treppenhausorchester.de

Jazz-Vielfalt: Auf eine Reise durch die Jazzmusik und an besondere Konzertorte in der Region Hannover begibt sich die Veranstaltungsreihe »Jazz Gut unterwegs« auch in den kommenden Monaten: Die JazzMusikerInitiative Hannover ist mit dem Ensemble Kaufmann/Landfermann/Elgarth sowie dem Duo Waves am 4. November 2017 um 19.30 Uhr zu Gast in St. Martini Brelingen. Am 24. November 2017 um 19.30 Uhr spielt Rebecca Treschers »Ensemble 11« im Schloss Landestrost in Neustadt. Mehr Infos: http://jmihannover.de

Neues aus den Förderprojekten der HannoverStiftung
Farbenfrohe Platten und Rot und Grau hängen an den Wänden des Speisesaals der Kita St. Maria in der hannoverschen Nordstadt © Felicitas Mantik,Kita St. Maria

Neue Akustik-Platten in der Kita St. Maria Hannover © Felicitas Mantik | Kita St. Maria

Gib mir fünf: Die Compagnie Fredeweß hat mit »Give me five« ein Tanzstück mit Profis und jugendlichen Tänzern entwickelt. Welche Alltagsrituale benutzen wir bei der einer Begrüßung? Spielt der Körper dabei eine Rolle? Die Tänzer begeben sich auf die Spurensuche unbewusster Kommunikation zwischen Jugendlichen und zwischen Erwachsenen. Am 28./29./30. September 2017 um 20 Uhr im Tanzhaus im Ahrberg-Viertel. Mehr Infos: www.compagnie-fredewess.de

»Do not push the red button«: Das TheaterErlebnis widmet sich mit seiner neuen Produktion dem Physiker, Nobelpreisträger und Unikum Richard P. Feynman. In Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik. Ab 27.Oktober 2017 in Hannover. Mehr Infos: www.theater-erlebnis.de/das-feynman-projekt.html

Durch das wilde Absurdistan: Mit der Theaterproduktion »Home.Run – Eine grenzverletzende Familiensaga« ist in Kürze die Agentur für Weltverbesserungspläne am Schauspiel Hannover zu Gast. Das Stück erzählt die Migrations-Geschichte der verzweigten El-Kurdi-Familie. Hartmut El Kurdi begibt sich in einem selbstironischen Theater-Monolog, der gleichzeitig Lecture-Performance und skurriler Dia-Abend ist, in die tiefen Schluchten Absurdistans. Ab 28. Oktober in der Cumberlandschen Galerie. Mehr Infos: www.ulrikewillberg.de/home-run.html

Halloween-Grusel: Die Veranstaltung »Dark Ride« des Orchesters im Treppenhaus wird ganz im Geheimen stattfinden, und, ähnlich wie »Dark Room«, mit der Dunkelheit und überraschenden Hörerlebnissen arbeiten. Eine Reise ins Ungewisse, durch verlassene Flure und Korridore einer vergessenen Etage für unerschrockene Gemüter mit Freude an klassischer Musik und Hörspiel! 28. bis 31. Oktober 2017. Mehr Infos und Reservierungen in Kürze: http://treppenhausorchester.de

Angebote für Viele: Mit viel Resonanz eröffnete das soziale Kaufhaus »Austausch« im August in einem ehemaligen Supermarkt in Hannover-List. Das mit großem ehrenamtlichen Engagement betriebene Projekt wurde von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Walderseestraße ins Leben gerufen. Hier werden gespendete Kleidung und Haushaltsartikel preiswert angeboten. Daran beteiligen kann sich jede/r – ob ehrenamtlich, als Förderer oder Spender. Geöffnet: Mo-Fr 10-13 und 15-18 Uhr. Mehr Infos: https://austausch-hannover.de

Gut für die Ohren: Ende August konnte der Förderverein der Kita St. Maria in der hannoverschen Nordstadt neu installierte Akustik-Paneele in der Kita einweihen. Die großen Tafeln verbessern die Aufenthaltsqualität für Kinder und Personal in den Räumen der Kita enorm, indem sie den Schall schlucken und noch dazu den Raum durch ihre Farbigkeit aufwerten. Mehr Infos über die Kita: www.kizh.org/fz

Raum für Zirkusträume: Ende September wird der neu gebaute nostalgische Zirkuswagen des Kinder- und Jugendzirkus »Salto« im Garten des Haus der Jugend eingeweiht. Der Zirkuswagen soll als Begegnungs- und Übernachtungsstätte dienen, und dem Zirkus damit mehr Raum und Möglichkeiten für Projekte zur Verfügung stellen. Mehr Infos über den Zirkus: http://zirkus-salto.de

Stiftung Kulturregion Hannover
Landschaftstr. 4/5, 30159 Hannover // Fon: +49 511 220610-15
www.stiftung-kulturregion.de

HannoverStiftung
c/o Stiftungsmanagement der Sparkasse Hannover GmbH
Postfach 5724, 30057 Hannover // Fon: +49 511 220610-15
www.hannover-stiftung.de
 
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