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StiftungsLetter
Stiftungsletter 4/2017

Liebe Abonnentinnen und Abonnenten,
liebe Freunde, Förderpartner und Interessierte,

immer muss alles sinnvoll sein. Mit Hand und Fuß und Herleitung und möglichst auf verschiedenen Ebenen verstehbar, gut begründet und nachhaltig sowieso und schlussendlich auch noch evaluiert. Aber heißt es nicht schon in der Bibel: Werdet wie die Kinder? Und kann man zwischendurch nicht einfach mal tun, was einem Spaß macht? Es gibt so viele tolle Sachen, die völlig sinnfrei sind. Vor allem im Internet. Da existiert beispielsweise ein U-Bahn-Plan von London, bei dem alle Stationsnamen sehr kreativ anagrammiert wurden. Aus Elephant & Castle wurde Aleph & Tentacles, Caledonian Road wurde zu Arcadian Noodle usw. Kurt Schwitters hätte seine helle Freude.

Dann wieder gibt es Sachen, die sinnvoll sein sollen, aber bei genauem Hinschauen jeglicher Grundlage entbehren. Ein Restaurant in Bremen hatte kürzlich, passend zur Weihnachtszeit, vegane Ente auf der Karte. Der einzige mögliche Kommentar dazu lautet: Gans oder kranich! Dabei könnte man doch einen tollen neuen Namen für den Entenersatz finden. »Vegetanene« vielleicht (anagrammiert). Oder kreativ gebürzelt, äh, gekürzelt: »Veggente«. Was im Italienischen soviel bedeutet wie »Wahrsager«. Da wäre jedenfalls mehr Wahres dran als an veganer Ente.

Warum nicht einmal durchs Vergrößerungsglas die einzigartigen Strukturen von Schneeflocken bestaunen? Ganz AH und OH. Ohne den Bildungshintergrund des »world wide wissen«, das einem zur Sekunde steckt, dass jede Flocke aus etwa 10 Millionen Eiskristallen besteht und seit 1954 in 41 morphologische Kategorien einsortiert werden kann (gähn!).

Machen Sie sich frei von allem! Erfüllen Sie sich selbst einen Wunsch, indem Sie Ihre Winterpause mit Sinnigem und auf jeden Fall auch Unsinnigem verbringen. Viel Spaß dabei! Und vergessen Sie bitte die Handschuhe nicht, beim Flockengucken im Schneegestöber.

Ihnen allen eine fröhliche Wizeihnachstet und ein glückliches Jeuna Hers!

Anja Römisch
Geschäftsführerin

Friederike Kohn
Projektreferentin

Neues aus den Förderprojekten der Stiftung Kulturregion Hannover
In einem dunklen Raum sind Bühnenbilder aufgebaut, man sieht Licht und Schatten © Florian Wurzer

Dreharbeiten der "cast&cut"-Stipendiatin Hannah Dörr im Deutschen Expo-Pavillon © Florian Wurzer

Förderflocken: Am 1. Dezember sprach der Vorstand der Stiftung Kulturregion Hannover erneut Förderbewilligungen für viele besondere Kulturprojekte aus. Darunter sind MASALA-Konzerte an vier Orten in der Region Hannover, Produktionen des Theaters fensterzurstadt und von Landerer & Company, die Konzertreihe »WinterJazz Brelingen« sowie zahlreiche Konzertvorhaben für den Kultursommer 2018.

Ehrenflocken: Unser »pro visio«-Preisträger Felix Landerer ist nun auch Stadtkulturpreisträger geworden. Der Freundeskreis Hannover hat den Choreographen für sein herausragendes bürgerschaftliches Engagement ausgezeichnet. Wir freuen uns mit ihm! Mehr Infos: www.hannover.de

Filmflocken: Unsere derzeitige Kurzfilm-Stipendiatin Hannah Dörr aus Köln hat vor kurzem in den düsteren Tiefen des deutschen Expo-Pavillons ihren »cast&cut«-Film gedreht. Dafür wurden etliche Festmeter Sperrholz und meterlange Papierbahnen zu großen Bühnenbildern verarbeitet. Als Hauptdarsteller konnte Hannah den Österreicher Georg Friedrich gewinnen, der auf der Berlinale 2017 mit dem Silbernen Bären ausgezeichnet wurde.

Fundflocken: Schloss Landestrost hat erneut ein spannendes archäologisches Geheimnis preisgegeben. Bei Probegrabungen für die Erweiterung des Westflügels wurden die Überreste einer mittelalterlichen Turmhügelburg (sog. Motte) gefunden, die auf das 13. Jh. datiert wurden. Ute Bartelt von der Unteren Denkmalschutzbehörde der Region Hannover bewertet dies als bedeutende Entdeckung: »Endlich kennen wir nun den genauen Standort der ersten Burganlage in Neustadt.« Mehr Infos: www.stiftung-kulturregion.de/artikel/bedeutende-archaeologische-entdeckung.html

Juryflocken: Die »cast&cut«-Jury hat zwei vielversprechende Filmregisseure als Stipendiaten für das Jahr 2018 ausgewählt. Insgesamt sichtete die Jury, bestehend aus Franziska Stünkel, Nils Loof, Jochen Coldewey, Henning Kunze und Anja Römisch, in diesem Jahr mehr als 60 Bewerbungen. Mehr dazu verraten wir aber erst im Neuen Jahr.

Winter-Jazz-Flocken: Der WinterJazz Brelingen ist 2018 auf Weltmusik gepolt. Am 27. Januar startet das Julie Campiche Quartet in der Kirche St. Martini in Brelingen. Bis zum 17. März folgen als weitere Gäste in der Reihe: Micael Riessler & Jean-Louis Matinier, die Gruppe Thea Soti Nanaya, Mario Rom’s Interzone und Masaa. Mehr Infos: www.winterjazz-brelingen.de

Neujahrsflocken: Das neue Programm »Kultur im Schloss« für das erste Halbjahr 2018 ist jüngst erschienen. Mit einer Vielzahl von Konzerten, Ausstellungen und besonderen Veranstaltungen bespielt das Team Kultur der Region Hannover in bewährter Weise das Schloss Landestrost in Neustadt am Rübenberge. Den Auftakt macht der Salon Herbert Royal mit seinem satirischen Jahresrückblick (bereits ausverkauft). Konzerte mit Adjiri Odametey, dem Orchester im Treppenhaus und dem Cécile Verny Quartet setzen das beliebte Programm fort. Seien Sie schnell, der Vorverkauf ist bereits in vollem Gange! Mehr Infos: www.hannover.de

Neues aus den Förderprojekten der HannoverStiftung
Zwei Musiker in roten Sportlerjacken von hinten vor einer grün leuchtenden Leinwand © Katrin Ribbe

"Home.Run" - eine Produktion der Agentur für Weltverbesserungspläne in der Cumberlandschen Galerie © Katrin Ribbe

Mehr Förderflocken: Auch der Vorstand der HannoverStiftung hat erneut Förderbewilligungen ausgesprochen. Unter anderem wird das Projekt »Klassik in der Klinik« des gleichnamigen Vereins 2018 mit vielen kleinen aber exquisiten Konzerten junger Musiker in hannoverschen AWO-Seniorenheimen weitergeführt. Der Kinderladen Eichhörnchenstraße in der Oststadt freut sich auf die dringend benötigte Schallschutzdecke im Essbereich. Am Diakonie-Kolleg Hannover wird mithilfe der Stiftung eine Schulbibliothek mit wichtigen Lern- und Lehrmaterialien eingerichtet. Viele weitere Fördermaßnahmen, die 2018 starten sollen, und den Bürgern der Landeshauptstadt zugute kommen, wurden in der November-Sitzung bewilligt.

West-Östliche Flocken: Mit mehreren Tryouts startet die Theaterwerkstatt Hannover ab 14. Dezember 2017 ihre Inszenierung »Waldbewohner & Wüstensöhne« im Pavillon Hannover. Hier nehmen mutige Krimhilds den Kampf gegen schlaue Scheherazades auf. Eine Aufforderung, die Schutzzone der eigenen Kultur zu verlassen und sich dem Blick der Anderen auszusetzen. Mehr Infos: www.theaterwerkstatt-hannover.de

Familienflocken: Die Theaterproduktion »Home.Run – Eine grenzverletzende Familiensaga« der Agentur für Weltverbesserungspläne ist erfolgreich in der Cumberlandschen Galerie des Schauspiels Hannover gestartet. Launig und zum Nachdenken anregend erzählt und singt Hartmut El Kurdi ab 11. Januar 2018 wieder über seinen weitverzweigten Familien-Clan und die tiefen Schluchten des wilden Absurdistans. Mehr Infos: www.ulrikewillberg.de/home-run.html

Neue Musikflocken: In der Konzertreihe »Zeitlupe« der Hannoverschen Gesellschaft für neue Musik (hgnm) wird das Sonar Quartett aus Berlin die Komposition »The Pathology of Syntax« von Ming Tsao (Gastprofessor an der HMTM Hannover) sowie Musik von Beethoven aufführen. Durch das Konzert am 21. Januar um 18.30 Uhr im Sprengel Museum Hannover führt Violinist Oliver Wille vom Kuss Quartett Hannover. Mehr Infos: www.hgnm.de

Stiftung Kulturregion Hannover
Landschaftstr. 4/5, 30159 Hannover // Fon: +49 511 220610-15
www.stiftung-kulturregion.de

HannoverStiftung
c/o Stiftungsmanagement der Sparkasse Hannover GmbH
Postfach 5724, 30057 Hannover // Fon: +49 511 220610-15
www.hannover-stiftung.de
 
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