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Foto: Presspicture

Doppelkonzert: Martin Kohlstedt / Grandbrothers

Samstag, 3. September 2016, 20 Uhr, Großer Saal

Tastentage 2016

Unmittelbar tastet sich Martin Kohlstedt in den Körper aus Holz, Filzhämmern und Stahlsaiten vor. Der Komponist arbeitet hart an sich selbst und zieht sein Publikum unweigerlich mit. Persönlicher können moderne Kompositionen nicht werden.
Für den dritten Teil seiner aktuellen Tour lässt Martin Kohlstedt den Schemel nun teilweise hinter sich, der für das Album »Nacht« (2014) die vertraute Position war. Der junge Komponist sprengt den Holzkorpus auf und tritt aus dem akustischen Tasten-Kreis, um ihn von Außen mit Effekten und Loops unter Strom zu setzen. Das Ergebnis lässt die eine oder andere Grenzerfahrung erwarten - für Künstler und Publikum gleichermaßen. Martin Kohlstedt lotet so jenseits von White Noise und Druckluftschlössern die Sprache des Pianos auf jedem Konzert verschieden aus. In seinem neugewonnenen Freiheitsdrang wird den eigenen Aussagen endlich die verdiente Maßlosigkeit zugestanden.

»Die Düsseldorfer Grandbrothers beweisen mit ihrem Debüt „Dilation“, dass das Piano noch immer das tollste Instrument der Welt ist.«
Erol Sarp und Lukas Vogel gründen die Grandbrothers 2011. Während sich Erol vornehmlich auf das Klavier konzentriert, entwickelt sich Lukas musikalisches Interesse eher in eine elektronische und technische Richtung.

Zusammen kreieren die Grandbrothers einen Sound, der klassische Klavierkompositionen mit elektronischer Klangästhetik und modernen Produktionsmitteln verbindet. Die Songs beginnen oft als minimalistische Patterns bestehend aus zwei oder drei Tönen, die immer weiter variiert und mit Klavierakkorden unterlegt werden, bis schließlich cineastische Soundscapes entstehen, die in Struktur und Rhythmik ebenso an zeitgenössische elektronische Clubmusik wie auch an Komponisten wie Steve Reich erinnern. Dabei setzen die beiden Musiker keinerlei synthetische Klangerzeuger ein. Um auf dem Flügel Musik spielen zu können, die über die klanglichen Möglichkeiten des klassischen Klavierspiels weit hinausreicht, werden eine Reihe elektromechanischer Hämmerchen befestigt, die über einen Laptop gesteuert auf verschiedene Teile des Klaviers klopfen und so artifizielle Sounds erzeugen. Das Klangspektrum, das hierbei entsteht, erstreckt sich von cembaloartigen Resonanzen bis hin zu perkussiven Sounds, mit denen Rhythmen und Beats gespielt werden können. Durch den weiteren Einsatz von Effekten und live gesampleten Loops gelingt es dem Duo, mit einem kleinen, sehr unorthodoxen Setup ein außergewöhnlich großes Klangspektrum abzudecken. Klassisch und innovativ, expressiv und emotional, Musik des 21. Jahrhunderts.

Eintritt: 19 Euro / ermäßigt 13 Euro