In Grün gebettet
Der Blick von den Festungsmauern des Schlosses Landestrost auf die idyllische Leineaue lässt jedes Spaziergängerherz höher schlagen. Der nach historischen Vorlagen neu angelegte Amtsgarten setzt das Weserrenaissance-Schloss in ein neues Licht. Und »licht« wird es um das Schloss herum nicht nur im übertragenen Sinne. Dank der freundlichen Unterstützung der E.ON Avacon wird das Gemäuer nun nachts angestrahlt und ist für die Besucher Neustadts auch in späten Stunden noch Anziehungspunkt.
Dass ein Garten sich im Lauf der Zeiten verändert und mit jedem neuen Besitzer auch eine neue Bestimmung erhält, fällt besonders bei großen Gartenanlagen auf. Die Stiftung Kulturregion Hannover übernahm 1997 den Amtsgarten und die Leutnantswiese, die das Schloss Landestrost umgeben. Die historischen Strukturen des Gartens waren an vielen Stellen kaum noch zu erkennen, und einige Bereiche an der Festungsmauer waren von dichtem Buschwerk und anderem Bewuchs in ihrer Substanz bedroht.
Vor allem Alleen, Obstgehölze und axiale Wegführungen wollte die Stiftung auf der Grundlage alter Karten und Pläne wieder sichtbar werden lassen. So wurde im Jahr 2002 in Zusammenarbeit mit dem Institut für Landschaftsarchitektur der Leibniz Universität Hannover ein Konzept zur gartendenkmalpflegerischen Gestaltung erstellt. Die Stiftung beauftragte die Neustädter Landschaftsarchitektin Birgit Hammerich mit der Planung und Ausführung der Arbeiten. Schloss Landestrost gehört zu den ausgewählten Ensembles, die 2009 die Gartenregion Hannover repräsentierten.
Inzwischen wurde die Hainbuchenallee, die durch ihr Alter und ihre Lage ein prägendes Element des Schlossgartens ist, ergänzt und in Form gebracht. Um die historischen Sichtachsen wiederzuerlangen wurden Strauchwerk und Wildwuchs entfernt. Die Wegeführung der frei zugänglichen Anlage wurde erneuert und nach historischen Plänen erweitert. Neue Bänke und Beleuchtungen erhöhen die Besucherfreundlichkeit des öffentlich zugänglichen Gartens.
Weitere Maßnahmen werden nach und nach umgesetzt, um das Schloss in ein passendes Ensemble einzubetten und einen ansprechenden Ort für die Öffentlichkeit zu schaffen.








