Torfmuseum

Amelie Ubbelohde -
Eine eigenwillige Frau und ihre Unternehmungen in Sachen Torf

54 Seiten, Paperback, 21x21cm, Schutzgebühr 5 €

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INFORMATIONEN

Torfmuseum
im Schloss Landestrost
Schlossstr. 1
31535 Neustadt a. Rbge.
Tel: 05032 / 899-158

Öffnungszeiten
Di, Sa, So 14 - 17 Uhr
Mi, Do, Fr 10 - 12 Uhr

Eintritt
Erwachsene: 1,50 € (erm. 1,00 €)
Schüler: 0,50 €
Kinder unter 6 Jahren frei

Führungen
ab 10 Personen nach Vereinbarung
Gruppenführung Erwachsene: 15 € + Eintritt
Gruppenführung Schüler: 10 € + Eintritt

Berichterstattung

In kurzen, informativen Filmen stellt HANNOVERlights Höhepunkte der Region Hannover im Internet vor. Auch über das Torfmuseum Neustadt wurde ein solcher Film gedreht. Auf der Website www.hannoverlights.de können Sie ihn anschauen.

»O, schaurig ists übers Moor zu gehen«

Die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff schilderte in ihrem bekannten Gedicht die Angst vor einem Fehltritt im Moor. Wie es ist, wenn der Boden unter den Füßen schwankt, kann im Torfmuseum im Schloss Landestrost in einer »Moorkammer« nachempfunden werden.

Trotz der unwirtlichen und gefährlichen Umgebung hat der Mensch sich das Moor zu Nutze gemacht. In den holzarmen Hochmoorgegenden war Torf das wichtigste Brennmaterial. Die entwässerten und abgetorften Flächen wurden in mühsamer Arbeit erschlossen, um Ackerland für die wachsende Bevölkerung zu schaffen und den Moorbewohnern eine Existenz zu ermöglichen. Die Besucher des Torfmuseums können sich umfangreich darüber informieren wie die Menschen im Moor lebten und arbeiteten.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann der maschinelle Torfabbau, der es erlaubte, in kürzerer Zeit größere Flächen abzutorfen. Ein 1911 in Hannover gegründetes »Torfinstitut«  erforschte die industriellen Verwertungsmöglichkeiten der konservierten Pflanzenfasern: Schallplatten, Seife, Zahnpasta oder gewebte Stoffe aus Torffasern sind im Museum zu sehen.

Die Natur arbeitet langsam: nur etwa 1 mm pro Jahr wächst die Torfschicht im Hochmoor. So führte die mehr als 250 Jahre dauernde Abtorfung schließlich zu einer Bedrohung der Moorlandschaft und ihrer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt. Mittlerweile bemüht man sich, die noch erhaltenen Reste zu schützen und zu regenerieren. Das Torfmuseum zeigt bedrohte Tier- und Pflanzenarten und informiert über die notwendigen Maßnahmen der Moorregeneration.

Anschaulich aufbereitete Fundstücke und Szenerien berichten Kindern und Erwachsenen eindrücklich, was es über das Moor zu erfahren gibt, so sind z. B. die Reste eines über 2000 Jahre alten Bohlwegs und eine aus Torfsoden nachgebaute Hütte zu besichtigen.

Wer das Moor selbst erleben möchte, kann sich ganz in der Nähe, am Steinhuder Meer und im Toten Moor auf Erkundung begeben. Moorwanderungen bieten z. B. die Ökologische Schutzstation in Rehburg-Loccum und die Tourist-Information Steinhuder Meer an.