Wenn der Newsletter unformatiert angezeigt wird, können Sie sich online die erweiterte Version anzeigen lassen.

Stiftung Kulturregion Hannover & HannoverStiftung

StiftungsLetter 2/2009

Liebe Abonnentinnen und Abonnenten,
liebe Freunde, Förderpartner und Interessierte,

der "StiftungsLetter" 02/2009 widmet sich im Schwerpunkt den neuen Formen der Musikvermittlung. Sowohl die Stiftung Kulturregion Hannover als auch die HannoverStiftung unterstützen verstärkt Vorhaben, die sich in besonderer Form dem Publikum zuwenden. Neben den Terminen der von uns geförderten Projekte, möchten wir vor allem auf den Philosophiewettbewerb "Jugend denkt" der Stiftung Kulturregion Hannover hinweisen, der gerade neu ausgeschrieben worden ist.

Wir wünschen Ihnen sonnige Frühlingstage!

Anja Römisch
Geschäftsführerin

Friederike Kohn
Projektreferentin


Leitthema in der Diskussion: Aus Alt mach Neu

Seit längerer Zeit beschäftigen sich Musikwissenschaftler und Konzertpädagogen mit den Auswirkungen der Konzertaufführungspraxis auf das Zuhörerverhalten. Es sei zu beobachten, dass der Zulauf zu Konzerten der E-Musik zurückgehe und sich nicht verjünge.

"Dass sich der klassische Konzertbetrieb in den letzten hundert Jahren kaum den veränderten Umweltbedingungen angepasst hat, könnte der Hauptgrund für dessen Krise sein, was hieße, dass die Krise der klassischen Musik weniger eine der Musik selbst ist, als vor allem eine ihrer Darbietungsformen", schreibt Dr. Martin Tröndle als Herausgeber der eben erschienenen Publikation "Das Konzert: Neue Aufführungskonzepte für eine klassische Form".

"Soll die Kunstmusik wieder Anschlussfähigkeit zu ihrer Umwelt gewinnen können, muss sie ihrer eigenen Musealisierung entgegen wirken, neue Aufführungsformen entwickeln und ihre Rolle in der Gesellschaft zeitgemäß definieren", meint Tröndle und zitiert den ehem. Intendanten der Salzburger Festspiele Gérard Mortier: "Wir müssen in Zukunft völlig neu denken was das Konzert sein könnte." Tröndle ergänzt: "Man muss das Konzert verändern, um es zu erhalten."

Die Stiftung Kulturregion Hannover und die HannoverStiftung fördern Initiativen, die die Aufführungspraxis klassischer Konzerte beispielhaft verändern, um dem Publikum neue Zugänge zu schaffen und auch ein jüngeres Publikum anzusprechen.

Sie finden im Folgenden weitere Hinweise zu den Konzertreihen "zeit-lupe" der Hannoverschen Gesellschaft für Neue Musik (hgnm) und des Orchesters im Treppenhaus, die von der HannoverStiftung aktuell unter diesem besonderen Aspekt unterstützt werden.


Neues aus der Stiftung Kulturregion Hannover

Der Startschuss für den Philosophiewettbewerb "Jugend denkt" ist gefallen. Folgende Wettbewerbsfragen können die 14- bis 20-Jährigen mit einem philosophischen Aufsatz bis zum 24. Juni 2009 beantworten:

  1. Was ist „gut“ und was ist „böse“?
  2. Was ist Gerechtigkeit, und ist sie notwendig für das Funktionieren einer Gesellschaft?
  3. Wie egoistisch bin ich?
  4. Ist der Mensch durch die Neurowissenschaft erklärbar?
  5. Ist ein Menschenleben mehr wert als das eines Tieres?
  6. Der Mensch: Tier, Maschine, freies Wesen?
  7. Was heißt eigentlich „glauben“?

Mehr dazu: www.stiftung-kulturregion.de/foerderschwerpunkte/denklandschaft

Vom 25. April bis 3. Mai findet die 9. Internationale A-Cappella-Woche mit vielen ausgezeichneten Vokalensembles in und um Hannover statt. Ebenso startet das beliebte MASALA Welt-Beat Festival vom 6. bis 17. Mai mit Musikgruppen aus aller Welt ins 15. Jahr. Die Stiftung Kulturregion Hannover fördert die Konzerte beider Festivals in der Region Hannover.
Mehr dazu: www.cesa-events.de und www.masala-festival.de

PingPong heißt die neue interdisziplinäre Gesprächsreihe, die der Kunstverein Hannover in Kooperation mit der Stiftung Kulturregion Hannover durchführt. Je zwei Vertreter unterschiedlicher künstlerischer Disziplinen werden zur öffentlichen Diskussion eingeladen. Die Reihe startet mit einem Gespräch zwischen Dr. Elisabeth Schweger, Intendantin des Schauspiels Frankfurt und künftige künstlerische Leiterin der Festwochen Herrenhausen und dem Direktor des Kunstvereins Hamburg Florian Waldvogel. Lassen Sie sich auf das Experiment des Brückenschlags ein! Ein Mehrwert ist zu erwarten!
Termin: Mittwoch, 13. Mai 2009, 19 Uhr im Kunstverein Hannover.


Neues aus der HannoverStiftung

Der "klassikclub" ist Musik, Lounge und Drama in Einem. Das Orchester im Treppenhaus organisiert diese Konzertreihe, in deren Zentrum jeweils ein Thema steht, das sowohl schauspielerisch als auch musikalisch sinnlich erfahrbar gemacht wird. Die Schauspieler, Musiker und der Dirigent begeben sich in einen direkten Austausch mit dem Publikum. Im Anschluss an das Konzert legt ein DJ auf und lässt den Abend in entspannter Club-Atmospäre ausklingen. Aufgrund des großen Zulaufs zieht die von der HannoverStiftung geförderte Veranstaltungsreihe ab sofort in das Conti-Foyer der Universität Hannover um.
Nächstes Konzert: Apocalypse now
Mittwoch, 22. April, 20.30 Uhr, Conti-Foyer, Königsworther Platz 1, Hannover
Mehr dazu: www.treppenhausorchester.de

Die HannoverStiftung unterstützt eine weitere Reihe, die sich neuen Formen der Konzertvermittlung widmet. 60 Minuten für ein Werk zeitgenössischer Musik - Zeit zum Hinhören, zum Verstehen, Zeit zum Reflektieren durch einen Kommentar oder ein Gespräch, Zeit zum Wiederhören. "zeit-lupe" nennt die Hannoversche Gesellschaft für Neue Musik (hgnm) ihre Veranstaltungsreihe 2009, die zu genauem Hinhören einlädt. Sie findet statt in der Hochschule für Musik und Theater Hannover (HMTH), Raum 202

Konzerttermine:
Donnerstag, 30. April, 18 Uhr
Meng-Chia Lin: Haiku
Laura Pohl (Sopran), Vladimir Gorup (Akkordeon), Martin Röhrich (Schlagzeug)
Kommentar: Ulrike Böhmer

Freitag, 26. Juni, 18 Uhr
Galina Ustwolskaja: 4. Klaviersonate
Elena Melnikova (Klavier), Kommentar: Stefan Weiss

Mehr dazu: www.hgnm.de


Stiftung Kulturregion Hannover
Osterstraße 63, 30159 Hannover // Fon: +49 511 3000-2051
Postanschrift: Aegidientorplatz 1, 30159 Hannover
www.stiftung-kulturregion.de

HannoverStiftung
c/o Stiftungsmanagement der Sparkasse Hannover GmbH
Postfach 5724, 30057 Hannover // Fon: +49 511 220610-11
www.sparkassen-stiftungsmanagement.de

Sie möchten unseren Newsletter in Zukunft nicht mehr erhalten? Abbestellen