Preis-Feuerwerk für vier KulturKometen-Projekte von Schulen der Region Hannover

Die Stiftung Kulturregion Hannover und TUI Stiftungen haben ihre KulturKometen-Preise am 5. Juni an vier vorbildliche Schulprojekte in der Region Hannover verliehen. Diese teilen sich das Preisgeld in Höhe von insgesamt 10.000 Euro. 

Die Jury wählte aus 20 Bewerbungen besonders mutige, integrative und nachhaltige, aber auch sparten- und schulübergreifende Projekte aus. Die Preisverleihung der KulturKometen fand am 5. Juni 2026 im Kulturzentrum Pavillon vor geladenen Gästen aus Schule und Kultur statt. Die Preise überreichten Kerstin Berghoff-Ising für die Stiftung Kulturregion Hannover und Mike Brauner für die TUI Stiftung - der Preis ist eine Stiftungskooperation.

Den ersten Preis und 4.000 Euro erhielt die 2017 ins Leben gerufenen Projektreihe„kulturen schulen“, eine Kooperation zwischen der BBS Springe und dem Otto-Hahn-Gymnasium Springe mit dem Verein Kunst und Begegnung Hermannshof in Völksen. Die Projektreihe öffnet außergewöhnliche Begegnungsräume für Schüler*innen mit Kultur. Über Angebote künstlerischer Praxis werden Identität und Herkunft, aber auch gesellschaftliche Verantwortung für eine gemeinsame Zukunft verhandelt. Die Jury hebt vor allem die nachhaltige, intensive Zusammenarbeit auf Augenhöhe sowie die spürbare Begeisterung aller Beteiligten hervor. Die Laudatio hielt Jurymitglied David K. Ehlers.

Einen zweiten Preis und 2.000 Euro erhielt das Projekt „Zirkus Inklusiv“ der Grundschule Bredenbeck in Kooperation mit der Janusz-Korczak-Schule Springe und dem Zirkus Dobbelino. Es bot 240 Kinder die Chance, zum Star in der Manege zu werden. Jenseits von Sprach-, Leistungs- oder Körperbarrieren verhalf das Projekt dazu, sich in einer Projektwoche frei entfalten und ausprobieren zu können. Die Jury freut sich über dieses integrative und spielerische Format, das die Kinder praxisorientiert an Kultur heranführt. Die Laudatio hielt Jurymitglied Saafir Siddique.

Einen weiteren zweiten Preis in Höhe von 2.000 Euro erhielt die 2025 neu gegründete Theater-AG der Hartwig-Claußen-Schule Hannover - Förderzentrum Hören und Kommunikation. Inzwischen sind 14 Teilnehmer*innen mit dabei, die unterschiedlich ausgeprägte Hörbehinderungen haben. Ausgezeichnet wurde das Projekt für den Mut und das Engagement der Beteiligten, den Beweis anzutreten, dass kulturelle Teilhabe für alle möglich ist. Eine besondere Form des Empowerments für die Schüler*innen, findet die Jury. Die Laudatio hielt Jurymitglied Stefani Schulz.

Einen zweiten Preis und 2.000 Euro erhielt auch der Profilunterricht „Klappe die Erste - Akademie der Künste“ des Gymnasiums Schillerschule Hannover an die Schüler*innen der 8. bis 10. Klassen. Das auf drei Jahre angelegte Projekt verbindet kulturelle Bildung, künstlerische Praxis und digitale Medienarbeit auf innovative Weise. Die Schüler*innen erhalten viel Raum dafür, mit den erlernten Mitteln eigene Themen und Inhalte zu erarbeiten und zu präsentieren. Diese konsequente und nachhaltige Praxisorientierung überzeugte die Jury. Die laudatio hielt Jurymitglied Sabine Busmann.

© China Hopson
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