Neue Dokumentation »Mobiles Atelier« ist erschienen

Künstler besuchten 24 Kindergärten in Salzgitter und Braunschweig

2008 und 2009 war das preisgekrönte Modellprojekt »Mobiles Atelier« erfolgreich an 24 Kindergärten und Kitas in Braunschweig und Salzgitter unterwegs. Nun ist die Dokumentation dazu erschienen.

Anerkannte Künstlerinnen und Künstler verlegten ihr Atelier in den Kindergarten und arbeiteten eine Woche lang auf Augenhöhe mit den Kindern und Erzieherinnen an einem künstlerischen Projekt. Die Kita wurde zur Produktionsstätte, zum Denklabor für Kunst. Koordiniert wurde das Projekt von Kirsten Mosel und Andrea v.Lüdinghausen.

Für die Kinder gab es viele neue Eindrücke, Ideen und Möglichkeiten: So wurden die Gegenstände im Kindergarten nach einer neu definierten Ordnung sortiert, bekam das NICHTS ein Gesicht, entstand ein Farbspielplatz in einem weiß abgeklebten Raum, animierten die Kinder ihre Gummistiefel für einen kurzen Zeichentrickfilm. In Salzgitter wurde das Thema »Kunst im öffentlichen Raum« bearbeitet, man verließ den Kindergarten, eroberte gemeinsam öffentliche Plätze und leer stehende Kirchen.

Das »Mobile Atelier« wurde 2006 von vier hannoverschen Künstlerinnen in Kooperation mit der Stiftung Kulturregion Hannover entwickelt und umgesetzt. Die erste Dokumentation, die über den Projektdurchlauf 2007 in der Region Hannover berichtet, wurde deutschlandweit nachgefragt. Die PwC-Stiftung verlieh dem Projekt ihren Zukunftspreis.

Die 2008/2009 beteiligten Künstlerinnen und Künstler waren Anna Grunemann, Ute Heuer, Lotte Lindner & Till Steinbrenner, Kirsten Mosel, Christiane Oppermann, Rüdiger Stanko, Claudia Wissmann (Hannover), Heike Kati Barath, Katinka Pilscheur, Katja Kollowa (Berlin), Michael Nitsche, Birte Hennig, Franziska Rutz (Braunschweig), Bernd Schulz (Wolfsburg), Daniel Schürer (Bonn), Ute Reeh (Düsseldorf), Hanswalter Graf (Thun/Schweiz). 

Die reich bebilderte Dokumentation wurde durch die Förderung der Stiftung Kulturregion Hannover ermöglicht. Sie kann bestellt werden und wird gegen eine Schutzgebühr von 5 Euro/Stück versandt.