Susann Maria Hempel auf dem Erfolgskurs

»cast&cut«-Kurzfilm gewinnt in Dresden, Oberhausen und Hamburg

Großartige Erfolge konnte die »cast&cut«-Stipendiatin Susann Maria Hempel mit ihrem 2012 in Hannover gedrehten Kurzfilm »Sieben Mal am Tag beklagen wir unser Los und nachts stehen wir auf um nicht zu träumen« feiern. Auf dem Filmfest Dresden gewann der Film den mit 20.000,- Euro dotierten Förderpreis der Kunstministerin, gestiftet vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kultur sowie den Goldenen Reiter der Jugendjury (national). Der Film entfaltet seine Wirkung durch das Zusammenspiel von animiertem Bühnenbild, Interview-Sequenzen und Musik.

»An diesem Film führt kein Weg vorbei!« – so die Meinung der Jury. »Die traumatische Biographie eines Menschen findet in einer eigenwilligen Ästhetik die konsequente Zusammenführung von Thema und filmischen Mitteln. Die Regisseurin schafft damit die ungewöhnliche Verschmelzung von Dokumentarischem und Experimentellen. Eine Tour de Force, die nicht Erzählbares zum verstörenden Kinoerlebnis macht.«

Den Preis für den besten Beitrag des Deutschen Wettbewerbs, dotiert mit 5.000,- Euro, gewann die junge Frau aus Thüringen kurz darauf bei den Kurzfilmtagen Oberhausen mit ihrem Film. »... Susann Maria Hempel baut ... ein drastisches Tableau thüringischer Fallgeschichten auf. Traumwandlerisch bewegt sie sich zwischen Objektebenen, dialektgeprägter Rede, Schrift und Gesang.«

Beim Internationalen Kurzfilm Festival Hamburg gewann der Film von Susann Maria Hempel den Jurypreis im Deutschen Wettbewerb, der mit 2.000,- Euro dotiert ist. Die Jury: »Basierend auf einem Interview mit einer Person, die über ihren Missbrauch erzählt, verwebt der Film Ton und Bild auf virtuose und zunehmend verstörende Art. Gesprochen, gesungen und animiert, baut der Film ein Gruselkabinett, in dem eine Erinnerungsmechanik abläuft.«

Für den Erfolg ihrer Stipendiatin freuen sich die Stiftung Kulturregion Hannover und die nordmedia - Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH.