INFORMATIONEN
Öffnungszeiten der
Ausstellung zur Schlossgeschichte
Mi bis Fr 10 bis 12 Uhr
Sa und So 14 bis 17 Uhr
Vom Herzog zum Amtmann
Schloss Landestrost wurde zwischen 1573 und 1584 als repräsentativer Wohnbau im Stil der Weserrenaissance von Herzog Erich II. zu Braunschweig-Lüneburg errichtet.
Herzog Erich II. ließ vorher bereits die Schlösser in Uslar (1612 abgebrannt) und Hannoversch-Münden errichten. Mit dem Bau des Neustädter Schlosses auf einer Burgruine, hoffte er, seine Territorialstellung zu festigen. Er sah sich wegen seiner häufigen Auslandsaufenthalte mit der Kritik konfrontiert, seine Aufgaben als Landesherr des Fürstentums Calenberg zu vernachlässigen. Der Herzog starb bereits vor Vollendung des Schlosses ohne legitime Erben.
1626 wurde Schloss Landestrost von den Dänen besetzt und 1635 befreit. Der Südflügel hatte während der Belagerungszeit Schaden genommen und war eingestürzt. Bis 1636 diente das Schloss als Residenz der Herzöge von Lüneburg. Danach war es ausschließlich Verwaltungssitz des Amtes Neustadt (bis 1885), Sitz des Landkreises Neustadt (bis 1974), nach der Verwaltungs- und Gebietsreform wurde es zu einer Außenstelle des Landkreises Hannover. 1923 wurde an der Stelle des Südflügels ein Gebäude für die Kreissparkasse errichtet, 1985 gegenüber dem Schloss ein modernes Verwaltungsgebäude mit Sitzungssaal. Das Schloss und beide Neubauten sind durch Übergänge verbunden.
1985 bis 1991 wurde das Schloss umfassend restauriert. Seit 1997 gehört Schloss Landestrost zum Besitz der Stiftung Kulturregion Hannover. In dem historischen Gebäude und seinen Anbauten haben mehrere Institutionen ihren Sitz.
